Nachhaltiger Anbau

Als Unternehmen legen wir großen Wert auf Nachhaltigkeit.
Verbraucher, Supermärkte, aber auch Behörden stellen immer höhere Anforderungen an die Produktionsweise von Unterglasgemüse.
Um die Auswirkungen des Unternehmens auf die Umwelt und die Umgebung möglichst gering zu halten, wird kontinuierlich geprüft, wie Prozesse möglichst effizient gemacht werden können und die Verwendung von Rohstoffen möglichst weit reduziert werden kann.

Energie

Für die Heizung der Gewächshäuser verwenden wir Erdwärme und Biomasse. Außerdem nutzen wir die nachhaltigen Produktionsmodelle KWK und Wärmepumpen. Bei der Nutzung der KWK (Kraft-Wärme-Kopplungen) wird Gas verbrannt, um Strom zu produzieren. Dabei werden die “Abfallprodukte” CO2 und Wärme freigesetzt. Beide werden im Gewächshaus verwendet, um die Paprikas gut wachsen zu lassen. Der produzierte Strom wird vor allem im eigenen Betrieb genutzt. Der Strom, den Hoogweg nicht selbst braucht, wird ins Netzwerk eingespeist. Dadurch können andere Gas- und Kohlenzentralen weniger Strom produzieren und sorgt dies für weniger CO2- und Wärmeemissionen.

Die Wärmepumpen stehen hinter den KWK und sorgen dafür, dass die Wärme, die eigentlich durch den Schornstein nach außen gelangen sollte, herausgezogen wird. Auf diese Weise kühlen wir die Gase auf 15-20 Grad zurück und nutzen die Wärme im Gewächshaus.

Schirme

Unter dem Dach des Gewächshauses hängen Schirme, die im Winter dafür sorgen, dass die Kälte draußen und die Wärme drinnen bleibt. Dadurch brauchen wir weniger Energie, um die Gewächshäuser zu erwärmen.
Im Sommer nutzen wir die Schirme dazu, die Pflanzen und die Paprikas vor der grellen Sonne zu schützen.

Wasser

Hoogweg verwendet Regenwasser zur Bewässerung der Paprikapflanzen. Dieses Regenwasser wird auf dem Dach der Gewächshäuser in großen Wasserbecken aufgefangen. Zusammen mit den erforderlichen Düngemitteln wird das Wasser den Pflanzen gegeben. Die Pflanzen stehen im Gewächshaus auf Anzuchtmatten auf langen Rinnen. Die Nährstoffe und das Wasser werden über kleine Schläuche mit Tropfern zugeführt, die in die Anzuchtmatte gesteckt werden. Auf diese Weise kann der Pflanze die richtige Wassermenge mit den genau erforderlichen Nährstoffen gegeben werden. Die Pflanze nimmt das Wasser und die Nährstoffe auf, die sie braucht. Da die Pflanzen auf Rinnen stehen, können wir das nicht verbrauchte Wasser auffangen. Das Wasser wird gereinigt, sodass es wiederverwendet werden kann. Durch diese Rezirkulation verschwinden kein Wasser und keine Nährstoffe im Boden oder Oberflächenwasser.
Durch die Rezirkulation des Wassers brauchen wir weniger Wasser und Düngemittel.

Pflanzenschutz

Gegen Krankheiten und Schädlinge beim Paprikaanbau wird biologischer Pflanzenschutz verwendet. Wir suchen immer nach natürlichen Feinden der unerwünschten Insekten, die einer Pflanze oder einem Paprika Schaden zufügen. Durch den Einsatz nützlicher Insekten werden die unerwünschten Insekten bekämpft.
Wenn es nicht gelingt, die Schädlinge mit biologischen Mitteln zu bekämpfen, können im äußersten Fall erlaubte, milde Pflanzenschutzmittel verwendet werden. Es wird dann so weit wie möglich stellenweise gespritzt.
Wir versuchen, so wenig wie möglich mit Pflanzenschutzmitteln einzugreifen, weil das Gleichgewicht zwischen allen Tierchen damit gestört wird, was möglicherweise zu einem neuen Schädlingsbefall führen kann.

Bildquelle: Koppert Biological Systems

Diffuses Glas

An den Standorten in Marknesse liegt diffuses Glas auf dem Gewächshausdach. Dieses Glas besitzt eine spezielle Beschichtung, durch die das Licht besser im Gewächshaus verteilt wird.
Für eine Paprikapflanze ist Sonnenlicht eines der wichtigsten Elemente, die sie zum Wachsen braucht. Je mehr Licht, desto besser wächst die Pflanze.
Durch das Glas ist es im Gewächshaus auch wärmer, dadurch wird in den Wintermonaten weniger Heizung im Gewächshaus gebraucht.

Geothermie

Der nächste Schritt, den Hoogweg 2018 unternommen hat, war Geothermie (Erdwärme). Durch die Nutzung des warmen Wassers aus den tieferen Schichten der Erde hoffen wir, dass wir den Wärmebedarf zum größten Teil mit grüner Energie decken können.
Nähere Informationen finden Sie auf unserer Webseite “Geothermie”.

Biomasse

2020 wurde mit dem Bau einer Biomasse-Anlage begonnen. In dieser Anlage werden zertifizierte Holzhackschnitzel verbrannt; die Wärme, die dadurch freigesetzt wird, wird zur Heizung der Gewächshäuser verwendet.
Diese Anlage wird nur eingesetzt, wenn die Erdwärme nicht ausreichend Wärme liefern kann.
Auf unserer Webseite “Biomasse” lesen Sie mehr darüber.